Dezember 2017

entweder und

Ein Kinderstück über das Größerwerden in einer rosablauen Welt

 

Wer sich in einem Kaufhaus in die Spielwarenabteilung begibt und nicht farbenblind ist, muss sich nicht lange orientieren, um den Weg zu den Mädchen- oder Jungssachen zu finden. Zwei Schubladen scheint diese Welt für ihre Kinder bereitzuhalten. In der einen befinden sich Bälle, Autos und Bauklötzchen, in der anderen Barbies, Haarspangen und Pferdebücher.

Kaum eine Frage bestimmt unser Denken über einen Menschen so sehr, wie die nach dem Geschlecht. Nicht nur Spielsachen, Kleidung und Toilettenräume schreiben wir den Geschlechtern zu, sondern auch Vorlieben, Eigenschaften und Fähigkeiten. Wild sein, laut sein, raufen versus lieb sein, hübsch sein, Haare kämmen.

Wie behaupte ich mich also in dieser Welt voller Erwartungen? Wie finde ich heraus, was wirklich zu mir passt? Wähle ich das Typische oder das Untypische, das Vorgesehene oder das Abweichende? Wie gehe ich um, mit dem Eigenen und dem Anderen? Wie kann ich lernen, mutig zu sein und meinen eigenen Weg zu gehen?

Gemeinsam mit dem JES Ensemble hat die Regisseurin Hannah Biedermann zu diesem Thema recherchiert und aus den Erkenntnissen eine Collage entwickelt. Entstanden ist ein Fest der Verwandlung, ein bunter Reigen von Bildern über Mädchen und Jungen, Männer und Frauen und über Andere und Anderes. Eine Einladung zum Irritieren und Amüsieren. Eine Einladung zur Uneindeutigkeit im Spiel mit dem Vorgegebenen.

 

Gefördert mit Sondermitteln aus der "Projektförderung von Kinder- und Jugendtheatern 2016" des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

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sowie aus dem Projektmittelfonds "Zukunft der Jugend" der Landeshauptstadt Stuttgart

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either and

a play for children about growing up in a pink-blue world

If you are getting into a shopping mall and check out the department for childrens toys, u will find you way to girls and boys stuff without problems. You find orientation easily as the world seems to have only two drawers for kids. One is full of balls, cars and toy blocks, the other one holds Barbies, books about horses and barretts.

There is no other question than the one about gender, that forms thinking about humans more. Not only toys, clothes and toilets are referred to only two genders, but also preferences, qualities and abilities. Being wild, loud and tussling versus being lovel, sweet and brushing hair.

How do I stand my ground in this world full of expectations? How do I find out what really suits me? Do I chose the typical or the unusual, the predicted or the variation? How do I deal with myself and the other? How do I become brave and chose my own way?

The director Hannah Biedermann researched together with the ensemble of the JES (Junges Ensemble Stuttgart) on those topics, the results are now shown in the performance. It is a collage, a celebration of transformation, a colourful kaleidoscope of pictures about girls and boys, men and women, about the other and about variations. An invite to be irritiated and amused. An invite to play with pretendings.