November 2017

Ich will!

Zwei Mädchen, ein Sofa, viele Steine und mindestens ein großes Geheimnis: Eines der Mädchen ist mit einer ebenso reichen wie sprunghaften Phantasie gesegnet und erfindet mühelos Namen und Geschichten für ihre Steine. Der Freundin fällt da erstmal weniger ein, ihre Steine sind namenlos – und scheinen doch nicht weniger wertvoll. Was das eine Mädchen hat, reizt das andere, und was das andere kann, lockt wiederum das erste aus der Reserve.

Gemeinsam mit dem jungen belgischen Choreographen Hendrik Le Bon haben JES-Intendantin Brigitte Dethier und die beiden Schauspielerinnen Elisabeth Jakob und Prisca Maier in der vergangenen Spielzeit Neuland betreten und sich im Rahmen eines FreiSpiel-Projektes gefragt: Wie könnte Tanztheater für Kinder aussehen? Was braucht es an Zeichen, was an Sprache? Wie erleben Kinder die Körpersprache der Spielerinnen?

Das Thema, von dem die vier bei ihrer Recherche ausgegangen sind, ist aus dem Leben der Vierjährigen gegriffen: Was gehört mir, was gehört dir? Aber auch: Was gehört zu mir und was zu dir? Kann etwas auch uns beiden gleichzeitig gehören? Oder abwechselnd?

Die spielerisch entstandene Geschichte über Geben und Nehmen, über das Streiten und das Versöhnen, das Teilen und das Aufteilen haben die Beteiligten nach dem Projekt weiterentwickelt zu einer Inszenierung. Dazu hat Johannes Mittl eine eigene Bühnenmusik komponiert.