November 2017

SCREAM

ein populistisches Mashup

Sprache ist immer unzureichend, wenn es darum geht, die Welt zu beschreiben. Gerade politische Sprache verkürzt, vereinfacht und spitzt zu – um verständlich zu sein und um Interessen durchzusetzen. Soweit so normal, in einer Demokratie – wenn das richtige Maß gehalten wird. Doch in letzter Zeit sind diejenigen wieder laut (und immer lauter) geworden, die sich gegenseitig noch übertrumpfen in der Verknappung und Emotionalisierung von Inhalten. Der Ton wird härter. Das Verständnis von Wahrheit scheint weniger von Fakten, als von Meinungen abzuhängen. Die politische Sprache sucht nach ihrem Ausdruck zwischen dem strengen Bemühen um politische Korrektheit auf der einen Seite und dem Duktus des Das-wird-man-ja-wohl-noch-sagen-Dürfens auf der anderen.

Regisseur Sascha Flocken will gemeinsam mit dem JES Ensemble die Mechanismen der populistischen Sprache erforschen und eine Theaterproduktion für Jugendliche entwickeln.

 

Premiere: 13. Januar 2018