Juli 2017
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THEATER DER GENERATIONEN (TdG) (14-99)

GUDRUN | ANTIGONE | ENSSLIN

Das Theater der Generationen wird sich in seiner neuen Produktion dem politischen Theater widmen. Unsere Gesellschaft verändert sich. Wie gehen wir damit um? Wir werden uns befragen nach HALTUNG – GEWISSEN – POLITISCHEM BEWUSSTSEIN – HANDELN.
Der Terrorismus und seine Folgen beeinflusst unsere Gesellschaft auf unterschiedliche Art und Weise. Terrorismus ist aber kein Phänomen unserer Zeit. Vor über 40 Jahren war Terrorismus in Stuttgart ein hoch brisantes Thema. Eine der sogenannten Top-Terroristinnen war Gudrun Ensslin, die im Oktober vor 40 Jahren tot in ihrer Zelle in Stuttgart-Stammheim aufgefunden wurde. Wir werden mit der zeitlichen Distanz versuchen und – inspiriert von der neuerschienen Ensslin-Biographie von Ingeborg Gleichauf – fragen, was bewegte diese Frau, was prägte sie und wie war sie wirklich? Der Terrorismus der RAF hatte unsere Gesellschaft verändert. Gibt es Parallelen zu heute?

Die drei Terroristen, die am 18. Oktober 1977 tot in ihren Zellen im Gefängnis gefunden wurden, sollten nach dem Willen des damaligen Ministerpräsidenten nicht gemeinsam in Stuttgart beerdigt werden. Der ehemalige Stuttgarter Oberbürgermeister Manfred Rommel verhinderte dies mit einer klaren Haltung und der Aussage: „Mit dem Tod muss alle Feindschaft enden“. Diese sehr deutliche Positionierung durch menschliche Größe ist für uns ein Bindeglied, um sich auch noch mit der antiken Tragödie „Antigone“ zu beschäftigen.

Wir werden uns auf den Weg machen, Material sammeln, uns mit verschiedenen Spielweisen auseinandersetzen und schauen, was für ein Theaterabend daraus entstehen kann. Was heißt politisches Theater heute?

 

Spielleitung und Textcollage: Peter Galka
Kostüme: Maria Muscinelli
Assistenz (im Wechsel beteiligt): Larissa Günthör, Frida Sander, Malika Teßmann (FSJ-Kultur)

Es spielen: Michael Almstedt, Katja Awokou, Dominik Bauer, Julia Csatáry, Brigitte Flörchinger, Wera-Louise Gmeiner, Cosima Groß, Andrea Grugel, Christine Günther, Edda Harz, Margitta Heinlein, Annabel Hertweck, Cosima Lauffer, Arne Lauppe, Andreas Lipinski, Maxime Metzger, Esther Müller, Valerie Nübling, Anneliese Reuß-Klopfer, Dimitra Saoulidou, Johanne Staege, Anna Stano, Thorsten Stickel, Christa Stocker, Vanessa Walter.

Premiere: Montag, 2. Oktober 2017, 19 Uhr
Weitere Aufführungen: Dienstag 3. und Mittwoch 4. Oktober, jeweils 19 Uhr